Auch JBBL mit harten Liga-Modus

Zwei Niederlagen zum Auftakt

JBBL: Zwei Niederlagen zum Saisonstart – Jahn zeigt Moral im Derby

Mit zwei anspruchsvollen Aufgaben ist die JBBL der TS Jahn München in die neue Saison gestartet. Zum Auftakt wartete mit dem FC Bayern Basketball ein körperlich überlegener und eingespielter Gegner, ehe eine Woche später in der heimischen Jahnhalle das richtungsweisende Derby gegen den TSV München Ost anstand. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit des Auftaktspiels und eines bis in die Schlussminuten umkämpften Derbys musste Jahn zwei Niederlagen hinnehmen.

Spiel 1: FC Bayern Basketball – TS Jahn München 107:84

11. Oktober 2026 | FC Bayern Campus

Zum Saisonauftakt musste sich die TS Jahn München beim FC Bayern Basketball mit 84:107 geschlagen geben. Gegen einen physisch starken und gut eingespielten Gegner erwischten die Jahnler einen schwierigen Start. Die Ausgangslage war dabei durchaus herausfordernd: Im Kader standen lediglich zwei Spieler, die bereits in der vergangenen Saison JBBL-Minuten gesammelt hatten. Mit fünf Spielern des jüngeren und fünf Spielern des älteren Jahrgangs trat Jahn zudem mit einer neu formierten Mannschaft an.

Von Beginn an setzte Bayern die Gäste mit hohem defensivem Druck unter Stress. Die daraus resultierenden Ballverluste ermöglichten den Gastgebern zahlreiche einfache Punkte. Gleichzeitig überzeugte Bayern mit einer hohen Trefferquote aus dem Feld. Jahn fand zunächst kaum Antworten auf die Intensität des Gegners und lag nach dem ersten Viertel mit 14:26 zurück.

Im zweiten Abschnitt kamen die Münchner besser in die Partie und starteten eine eigene Aufholjagd. Durch mehr offensive Entschlossenheit gelang es, den Rückstand zwischenzeitlich zu verkürzen. Foulprobleme und die größere Abgeklärtheit der Gastgeber machten den Jahnlern jedoch kurz vor der Halbzeit erneut zu schaffen: Mit einem 8:0-Lauf in den letzten drei Minuten vor der Pause setzte sich Bayern weiter ab und ging mit einer deutlichen 52:31-Führung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Jahn deutlich verbessert. Weniger Ballverluste, eine engagiertere Verteidigung und mehr Selbstvertrauen im Angriff brachten die Gastgeber zunehmend in Schwierigkeiten. Besonders Rookie Lennart Lambertz setzte in dieser Phase Akzente und erzielte acht Punkte im dritten Viertel. Trotz der Leistungssteigerung gelang es Jahn allerdings nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Immer wieder nutzte Bayern seine körperlichen Vorteile oder defensive Unaufmerksamkeiten der Gäste, um zu einfachen Punkten zu kommen. Das dritte Viertel ging mit 28:24 an die Jahnler.

Auch im Schlussabschnitt gab sich das Team nicht auf und spielte weiterhin mutig nach vorne. Gegen einen an diesem Tag reiferen Gegner reichte die Leistungssteigerung jedoch nicht mehr, um das Spiel noch einmal spannend zu machen. Trotz der Niederlage bot insbesondere die zweite Halbzeit wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung der neu zusammengestellten Mannschaft.

Jahns Topperformer:

  • Marko Jovanovic: 25 Punkte, 4 Steals
  • Ilyas Lutz: 21 Punkte, 9 Rebounds
  • Lennart Lambertz: 12 Punkte, 2 Assists
  • Finn Mutzenbecher: 11 Punkte, 3 Steals

Spiel 2: TS Jahn München – TSV München Ost 69:80

18. Oktober 2026 | Alte Jahnhalle – Derbytime im Jahn Dome

Nach der Auftaktniederlage gegen den FC Bayern Basketball stand für die Jahnler bereits das nächste richtungsweisende Spiel an. Gegen den TSV München Ost ging es darum, die Chance auf die Qualifikation für die A-Division über den JBBL-Pokal zu wahren. Ost war mit einem Sieg gegen Team Ehingen Urspring in die Saison gestartet und reiste entsprechend selbstbewusst zum Derby.

Die Partie begann mit hoher Intensität und harter Verteidigung auf beiden Seiten. Jahn fand gut ins Spiel, setzte den Gegner früh mit aggressiver Defense unter Druck und erarbeitete sich mehrere Steals. München Ost kämpfte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten zunehmend in die Partie zurück. Für einen gelungenen Abschluss des ersten Viertels sorgte Clemens Schmitz, der mit einem Buzzerbeater die 23:20-Führung für Jahn herstellte.

Im zweiten Viertel wurde die Partie für die Gastgeber zunehmend schwieriger. Ost erhöhte den Druck und setzte Jahn mit einer Ganzfeldpresse über das gesamte Spielfeld unter Druck. Die noch unerfahrene Jahn-Mannschaft fand immer seltener Lösungen gegen die aggressive Verteidigung und leistete sich zu viele Ballverluste. Ost nutzte diese konsequent aus und entschied den Abschnitt mit 26:14 für sich. Trotz des Rückstands von sieben Punkten zur Halbzeit war für Jahn weiterhin alles drin.

Auch nach der Pause gelang es den Gastgebern trotz Anpassungen des Trainerteams zunächst nicht, die Presse der Gäste nachhaltig zu überwinden. Zwar erspielte sich Jahn immer wieder gute Abschlüsse, doch Ost fand konsequent Antworten und verteidigte seinen Vorsprung. Das dritte Viertel ging mit 19:16 ebenfalls an die Gäste, die damit mit einer 65:53-Führung in den Schlussabschnitt starteten.

Dort mobilisierten die Jahnler noch einmal alle Kräfte. Mit viel Einsatz kämpfte sich das Team zurück in die Partie und machte das Derby in der Schlussphase noch einmal spannend. 90 Sekunden vor Spielende verkürzte Finn Mutzenbecher mit drei verwandelten Freiwürfen auf 69:72. Die Hoffnung auf eine späte Wende war damit wieder greifbar. In der entscheidenden Phase nutzte München Ost jedoch weitere Fouls und die daraus entstehenden Möglichkeiten, um sich mit einem erneuten Lauf abzusetzen. Am Ende musste sich Jahn nach einer intensiven und bis in die Schlussminuten umkämpften Partie mit 69:80 geschlagen geben.

Jahns Topperformer:

  • Ilyas Lutz: 13 Punkte, 8 Rebounds
  • Marko Jovanovic: 13 Punkte, 5 Assists
  • Sebastian Domes: 10 Punkte
  • Theodore Naumann: 9 Punkte, 3 Rebound

 

Partner und Sponsoren